Philosophie des Friedensvogels

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Warum wir unseren Friedensvogel so lieben – und welche Werte er vertritt

Das Fundament unser Initiative ist der Humanismus mit seinen Werten von Menschenwürde, Toleranz, individueller Freiheit, Respekt und Bejahung kultureller Vielfalt.
Auf der Basis des Humanismus sind wir gleichzeitig offen für spirituelle Erfahrungswelten,
sofern sie das Leben und das Zusammenleben bereichern
und nicht zu dogmatischen ‚Glaubenfestungen‘ werden

Wir gehen davon aus, dass jeder Mensch als kreatives und soziales Wesen geboren wird. Studien mit kleinen Kindern zeigen, dass jeder Mensch ein elementares Bedürfnis hat, seine kognitiven, kreativen, körperlichen, emotionalen und sonstigen Fähigkeiten zu entfalten und damit zum Wohl anderer Menschen und dem großen Ganzen beizutragen.
Die gute Nachricht ist also: Wir sind von unserer Natur her kreative und kooperative Wesen.

Die schlechte Nachricht jedoch ist, dass wir als Kinder durch eine nicht kindgerechte Umwelt von unserer so wunderschönen Natürlichkeit entfremdet werden und uns tragischerweise zu jenen destruktiven menschlichen Zerrbildern entwickeln, als die wir heute unseren Planeten übervölkern und ausbeuten.

Was uns noch Hoffnung machen kann, ist die Möglichkeit, dass wir Menschen zu unserer liebevollen und freudvollen Natur zurückfinden und dadurch wieder vom Fluch zum Segen für unsere Welt werden können.

ie drängende Frage ist, ob wir als Menschheit in der immer brisanter werdenden Krisensituation noch die Zeit haben werden, uns auf unsere Natürlichkeit zu besinnen und die Kurve zu kriegen. Können wir es wirklich noch schaffen, unser Verhalten so zu ändern, dass wir kreativ und kooperativ als gesamte Menschheit die Richtung wechseln und zu einer neuen Freundschaft mit unserem Planeten finden können? Die Chancen sehen leider selbst für Optimisten wie uns nicht besonders gut aus, und die renomiertesten Wissenschaftler scheinen die weltweit leider ebenso zu sehen.

In seinem Artikel „Manchmal könnte ich schreien“ schrieb der bekannte Klimaforscher Hans-Joachim Schellnhuber im Jahre 2009, also vor 15 Jahren (!), in der ZEIT:

ZEIT: Haben Sie Hoffnung, dass das große Umdenken in Politik und Gesellschaft noch rechtzeitig stattfindet?
Schellnhuber: Ich bin ein Innovationsoptimist, aber ein Implementationspessimist. Wir besitzen zweifellos enorme Möglichkeiten für die Wende zur Nachhaltigkeit. Aber ich bin sehr skeptisch geworden, ob wir es noch rechtzeitig schaffen, sie zu nutzen. Zunehmend setzte ich meine letzte Hoffnung nicht auf die plötzliche Einsicht der politischen Welt, sondern auf eine ganz andere.
ZEIT: Welche denn?
Schellnhuber: Die Hoffnung, dass sich die Wissenschaftsgemeinschaft in der Klimafrage kollektiv geirrt hat. Das ist mein dickster Strohhalm. Vielleicht haben wir irgendetwas Entscheidendes übersehen, etwa dass es in der planetarischen Maschinerie irgendeinen Selbststabilisierungsmechanismus gibt, der plötzlich anspringt und alles doch noch gut werden lässt. Verstehen Sie mich richtig, es gibt keinerlei Anzeichen dafür. Aber es vergeht kein Tag, an dem man sich nicht fragt: Sind unsere Modelle zu einfach? Bedenken wir wirklich alles? Das unterscheidet uns übrigens von den »Klimaskeptikern«, die sich im Vollbesitz der wahren Welterklärung wähnen.

Es sieht also so aus, als würden uns die Wissenschaftler weltweit kaum noch eine Chance geben, und als würden sie verzweifelt nach „Strohhalmen“ Ausschau halten, um doch noch an die Retttung unserer Welt glauben zu können.
Und das war vor 15 Jahren gewesen – vor all den Krisen und Kriegen, die seitdem über uns hereingebrochen sind, verursacht durch Egoismus und Machtspiele, die unsere Überlebenschancen immer drastischer verringern.
Wann werden wir nur verstehen, dass wir es nur durch vertrauensvolles MITEINANDER erreichen können, unseren Kindern und Enkeln eine lebenwerte Zukunft auf unserer Erde zu ermöglichen?

Doch was könnte helfen?
Mir helfen z.B. solche Worte wie jene von Albert Einstein:

Es gibt nur zwei Arten zu leben.
Entweder so, als wäre nichts ein Wunder, oder so als wäre alles ein Wunder.“

„Phantasie ist wichtiger als Wissen,
denn Wissen ist begrenzt.“


Was wollen wir damit sagen?
Dass jetzt die richtige Zeit ist, an Wunder glauben zu lernen, denn nichts sonst kann uns wahrscheinlich noch retten.
(Das heißt natürlich nicht, dass man untätig auf diese Wunder warten soll. Sie wollen aktiv und doch entspannt eingeladen werden).

Aus diesem Grund haben wir den Friedensvogel erfunden.
Oder haben wir ihn vielleicht gar nicht er-funden, sondern er hat uns ge-funden?
Wer weiß das schon wirklich?

Wir wissen natürlich nicht, ob es wirklich hilft, doch wir haben uns mit der Entstehung der Friedensvogel-Geschichte entschieden, an Wunder zu glauben.
Schließlich leben wir in einer Welt von Wundern, gefüllt mit Geschichten von Urknallen, Quantensprüngen, Relativitätstheorien und Unschärfen auf der wissenschftlichen Seite und mit Geschichten von Himmelswelten, Höllenqualen, Paradiesen und Nirwanas auf der spirituellen Seite. Wer weiß den schon wirklich, wie die Realität wirklich ist angesichts eines Universums, das sich nins schier Unendliche dehnt – und das vielleicht sogar nur eines von zahllosen Universen ist.
Eines steht jedenfalls fest: Unsere Welt ist ein überwältigendes Geheimnis.
Jede Idee, jede Geschichte, jede Fantasie schafft vielleicht neue Realitäten, und vielleicht hat Muriel Rukeyser ja recht, wenn sie schreibt: „Das Universum besteht aus Geschichten, nicht aus Atomen.“
Oder wenn der kleine Prinz aus seiner Welt erzählt:
„Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust, wird es dir sein, als lachten alle Sterne, weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache. Du allein wirst Sterne haben, die lachen können.“

Wir glauben an solche Sternstunden, und wir wollen mit unserem Friedensvogel dazu beitragen, dass wir selbst und die anderen Menschen alle Möglichkeiten finden, zu jener geheimnisvollen Energie, die unser Universum (vielleicht?) hat entstehen lassen, Kontakt aufzunehmen,
Wir wünschen uns so sehr, dass noch ein großes Wunder geschehen kann, und wir nennen es Friedensvogel. Unsere Geschichte des Friedensvogels ist eine Metapher für dieses ersehnte Wunder, und wir lieben diese Geschichte so sehr.
Das heißt nicht, dass wir behaupten, es gäbe unseren Friedensvogel wirklich. Dann wären wir Schwindler, die etwas behaupten, was sie nicht wissen können.
Allerdings schließen wir es auch nicht aus, dass es den Friedensvogel oder etwas sehr Ähnliches tatsächlich gibt in den Weiten des Universums – und vielleicht, vielleicht gleitet er ja wirlich auf magischen Flügeln durch das Weltall und spürt unseren Herzensruf nach dem Großen Frieden.
Und wenn nicht, dann fühlt es sich wenigstens gut an, diese Friedensvogel-Geschichte in unsere Welt zu bringen und zu erleben, wie sie kleinen und großen Menschen Hoffnung gibt. Hoffnung auf eine bessere Welt von morgen… und auch Hoffnung darauf, dass wir den inneren Frieden in uns so stärken können, dass wir auf positive Weise zu den Veränderungen unserer Welt beitragen können. Und wenn wir dadurch in unseren Herzen mehr inneren Frieden, Zuversicht und Freude spüren können, dann ist der Friedensvogel doch ganz real und spürbar zu uns gekommen