Warum wir diese Methoden lieben

Eine persönliche Erfahrung
und was die Forschung dazu sagt
von Micha Steinhauer

🌿 Eine ehrliche Beobachtung
Bei meinen Friedensvogel-Projekten bzw.
bei meiner Mediations-Arbeit als Zuhörmann
habe ich oft mit sozialen Organisationen zu tun.
Die Menschen, denen ich dort begegne,
sind mir in der Regel sehr sympathisch.
Sie haben meist ein humanistisches Weltbild
und wünschen sich – so wie ich –
eine faire, friedliche und ökologisch intakte Welt.
Und doch erlebe ich dort immer wieder:
unterschwellige Spannungen
ungelöste Konflikte
oder auch offen ausbrechende Auseinandersetzungen
welche die Atmosphäre für alle Beteiligten spürbar belasten.
🌿 Eine unbequeme Wahrheit
Hier scheint selbst bei reflektierten und engagierten Menschen
etwas Wesentliches zu fehlen.
Und – zugegeben – mir selbst geht es ja manchmal genauso.
Wenn auch glücklicherweise immer seltener.
🌿 Eine Frage, die mich lange begleitet hat
Ich habe mich oft gefragt:
Was fehlt uns Menschen,
dass wir uns wider besseres Wissen so destruktiv verhalten?
Warum erzeugen wir so viel Leid,
obwohl wir uns doch nach Frieden sehnen?
Warum schaden wir unserem Planeten,
obwohl wir ihn lieben?
🌿 Eine mögliche Antwort
Durch Erkenntnisse aus Psychologie, Gehirnforschung
und den Weisheiten alter Kulturen
zeichnet sich ein gemeinsames Bild ab:
Wir leben in einem Zustand innerer Trennung.
Der Kulturphilosoph Charles Eisenstein beschreibt dies als
eine „Geschichte der Trennung“,
aus der wir beginnen, wieder herauszufinden.
🌿 Der Verlust der Verbindung
Viele von uns haben – oft unbewusst –
frühe Verletzungen erlebt:
durch Anpassungsdruck
durch fehlende Resonanz
durch Strukturen, die uns von uns selbst entfernen
Der Neurobiologe Gerald Hüther beschreibt:
Kinder kommen mit einem natürlichen Potential zur Entfaltung auf die Welt
und verlieren dieses oft durch Bedingungen,
die ihre Lebendigkeit einschränken
Was wir dabei verlieren, ist ein großer Schatz:
die lebendige Verbindung
zu uns selbst
zu anderen
zur Erde
und zum Ganzen
🌿 Und doch gibt es Hoffnung
Im Laufe meines eigenen Weges –
durch Therapie, Ausbildung und Begegnung –
durfte ich immer wieder Momente erleben,
in denen diese Verbindung wieder spürbar wurde.
Momente von:
Echtheit
Nähe
innerem Frieden
Diese Erfahrungen haben mir gezeigt:
Es ist möglich, zurückzufinden.
🌿 Die Kraft der Begegnung
Besonders tief berührt haben mich:
meine Erfahrungen als Vater
und meine Arbeit mit tausenden von Kindern
Immer wieder durfte ich erleben:
wie das natürliche Leuchten der Kinder sichtbar wird,
wenn sie sich sicher und gesehen fühlen
Der Psychologe Carl Rogers formulierte es so:
„Wenn ein Mensch wirklich gehört wird,
beginnt er sich zu verändern.“
🌿 Ein nächster Schritt: gelebte Gemeinschaft
Aus diesen Erfahrungen heraus entstand der Wunsch,
einen Raum zu schaffen,
in dem wir das Miteinander wirklich üben können.
So entstand 2006 die Gemeinschaft
Ein neues Wir
in der
Villa Pappelheim.

🌿 Ein ehrlicher Weg
Dieser Weg war nicht immer leicht.
Denn jeder von uns
beides bringt mit:
wunderbare Qualitäten
und zugleich unverarbeitete Erfahrungen
Doch gerade darin liegt die Chance:
uns selbst besser zu erkennen
und miteinander zu wachsen
Heute sind wir auf einem Weg,
der sich für uns immer besser anfühlt,
und den ich so beschreiben würde:
ein wunderbar unperfekter Weg
🌿 Was uns geholfen hat
Wir hätten diesen Weg nicht gehen können,
ohne von anderen zu lernen.
In den letzten Jahrzehnten sind weltweit
Methoden entstanden,
die genau hier ansetzen:
beim bewussten Miteinander
Wir nutzen in unserer Gemeinschaft
u. a. folgende Methoden:
Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg
das ZEGG-Forum
Familienaufstellungen
Soziokratie
Dragon Dreaming
🌿 Der gemeinsame Kern
So unterschiedlich diese Methoden sind –
sie haben einen gemeinsamen Kern:
Sie helfen uns, wieder in Verbindung zu kommen.
Der Dalai Lama bringt es schlicht auf den Punkt:
„Liebe und Mitgefühl sind keine Luxusgüter.
Sie sind notwendig für das Überleben der Menschheit.“
Und Maria Montessoris
berühmtes Motto
„Hilf mir, es selbst zu tun.“
ist bezeichnend für unser zentrales Anliegen,
gemeinschaftsbildende Fähigkeiten
auf eine Weise weiterzugeben,
die es vielen Menschen ermöglicht,
ohne professionelle Hilfe
in Verbindung zu kommen.
.
🌿 Warum ich diese Methoden weitergeben möchte
Beim Aufbau des Lebensnetzes
und der Weltwandler-Initiative
liegt mir eines besonders am Herzen:
ein achtsames, wahrhaftiges und wohlwollendes Miteinander
Diese Methoden sind für mich kein Zusatz.
Sie sind eine Grundlage.
🌿 Eine Einladung
Vielleicht geht es nicht darum,
perfekt zu werden.
Sondern darum,
wieder in Verbindung zu kommen
und diese Verbindung miteinander zu üben
Mehr dazu findest du hier:
👉 Weltwandler-Methoden
