
Hallo, lieber Mensch.
Willkommen auf der persönlichsten Seite des Weltwandlers.
Hier geht es nicht um Konzepte.
Nicht um Projekte.
Und auch nicht um fertige Antworten.
Hier geht es um eine Geschichte.
Eine Geschichte, die mich selbst überrascht.
Denn irgendwann begann ich zu ahnen,
dass es offenbar zwei verschiedene Seiten in mir gibt.
Da ist der Micha,
der seit vielen Jahren mit ganzem Herzen und viel Fantasie versucht,
gemeinsam mit anderen eine lebenswerte Zukunft für unsere Kinder mitzugestalten.
Aus dieser Sehnsucht entstanden die Phantasiothek, unsere Gemeinschaft „Ein neues Wir“,
der Friedensvogel, die Weltaufgänge und schließlich die Weltwandler-Initiative.
Diese Seite in mir ist voller Hoffnung – genährt durch unzählige ermutigende Erfahrungen.
Sie möchte noch viel mehr Menschen verbinden, zum Nachdenken anregen und sie ermutigen,
für sich selbst und für unsere gemeinsame Zukunft Verantwortung zu übernehmen.

Und dann ist da noch ein anderer Micha.
Ich nenne ihn Micha*el.
Einer, der gerade selbst wieder auf eine Reise gegangen ist.
Nicht hinaus in die Welt.
Sondern immer tiefer zu mir selbst.
Diese Reise habe ich mir nicht ausgedacht.
Es ist meine Lebensreise.
Sie ruft mich schon lange – oft durch besondere Erlebnisse.
Und auch diesmal hat sie sich ihren ganz eigenen Weg gebahnt.
Ausgelöst wurde sie ausgerechnet von meinen Theaterpuppen.
Bobo.
Der kleine Drache.
Und viele andere geliebte Zauberwesen,
die mich seit über dreißig Jahren
durch unzählige Kinderveranstaltungen begleitet haben.
Als sie merkten,
dass ich begann zu glauben,
ich müsse die Welt retten,
legten sie Protest ein.
Nicht laut.
Nicht böse.
Sondern liebevoll.
Mit Humor.
Und manchmal erstaunlich deutlich.
Sie hielten mir einen Spiegel vor.
Einen Spiegel,
in dem ich Seiten von mir entdeckte,
die ich selbst wohl beinahe übersehen hätte.
Nicht meine Herzensvision war der Grund.
Nicht meine Sehnsucht nach einer besseren Welt.
Sondern dass ich dabei war,
meine Leichtigkeit zu verlieren.
Seitdem führe ich Gespräche mit meinen Puppen.
Ich halte sie in kleinen Videos fest, weil ich sie so kostbar finde.
Manchmal muss ich dabei herzlich lachen.
Manchmal werde ich traurig.
Und immer wieder staune ich darüber,
wie viel Weisheit diese Zauberwesen plötzlich aussprechen.
Als wären sie Stimmen aus meinem eigenen Wesenskern.
Aus jenem Innersten in mir,
in dem das Kindliche und die Weisheit einander begegnen
und miteinander eine Geschichte erzählen.
Es fühlt sich manchmal gar nicht so an,
als würde ich diese Geschichte schreiben.
Manchmal habe ich eher das Gefühl,
dass sie sich von selbst erzählt.
Ich darf sie nur begleiten.
Diese Geschichte hilft mir,
auf mich und meinen Weltwandlerweg
ein wenig von oben zu schauen.
Vielleicht von Wolke Sieben.
Und manchmal lächle ich dabei über mich selbst.
Mitfühlend.
Und liebevoll.
Denn plötzlich erkenne ich,
dass der Weltretter in mir kleiner wird.
Und genau dadurch
mein Herz größer werden kann.
Vielleicht ist im Grunde das
die eigentliche Wandlung des Weltwandlers.
Nicht,
dass seine Sehnsucht kleiner wird.
Sondern dass sie nach Hause findet.
Ich bin sehr neugierig darauf,
wohin mich diese Geschichte noch führen wird.
Und wie sie nicht nur mich,
sondern vielleicht auch die Weltwandler-Initiative verändern wird.
Denn ich glaube inzwischen:
Eine Bewegung wird nicht dadurch glaubwürdig,
dass ihr Initiator besonders vollkommen erscheint.
Sondern dadurch,
dass er selbst bereit ist,
sich wandeln zu lassen –
und den Mut hat,
sich darüber mit anderen von Mensch zu Mensch auszutauschen.
Vielleicht magst du mich ein Stück auf dieser Reise begleiten.
Nicht als Publikum.
Sondern als Mensch,
der vielleicht eine ähnliche Sehnsucht in sich trägt.
Vielleicht erkennst du dabei ja sogar
ein Stück deiner eigenen Geschichte wieder.
Denn ich ahne,
dass Bobo und seine Freunde
gar nicht nur mit mir sprechen wollen.
Vielleicht möchten sie uns allen
hin und wieder etwas zuflüstern.
Und uns vielleicht daran erinnern,
dass das Kind in uns
noch immer
den Weg kennt.
Micha*el

